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Bürgermeisterkandidatin für Windeck:
Inge Mohr-Simeonidis

Inge Mohr-Simeonidis

Windecks künftige Bürgermeisterin

Im November wählt die Gemeinde Windeck eine neue Bürgermeisterin. Der Ortsverband DIE LINKE. Windeck/Eitorf schickt dazu die erfahrene Kommunalpolitikerin Inge Mohr-Simeonidis ins Rennen.

Die gelernte Psychologin ist seit sechs Jahren Sprecherin des Kreisverbands DIE LINKE. Oberberg und war lange Jahre als Betriebsratsvorsitzende in einer Klinik mit über 240 Mitarbeiter*innen tätig. Derzeit ist Mohr-Simeonidis Mitglied im Rat der Gemeinde Reichshof sowie im Kreistag des Oberbergischen Kreises.

Ihre berufliche und politische Erfahrung qualifiziert die Kandidatin, glaubwürdig für eine sozial gerechte Politik einzutreten. Gerade in Windeck ist dies nötig. So berichtete das Kreisjugendamt kürzlich, dass der Soziale Dienst in Windeck immer wieder mit Fällen von Armut und Prekariat konfrontiert ist. Mohr-Simeonidis bemerkt dementsprechend: »Windeck ist das Sorgenkind des Rhein-Sieg-Kreises. Dabei hat Windeck Potential, es muss jedoch gehoben werden. Dafür hat die Kommunalpolitik bisher viel zu wenig getan. Im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung muss die zukünftige Bürgermeisterin einerseits für Ideen und andererseits für sozialen Ausgleich sorgen.«

I. M.-Simeonidis u. Gregor Gysi

Ein besonderes Augenmerk legt Mohr-Simeonidis zu diesem Zweck auf die kommende Regionale: »Die Chancen sind da: Mit der Regionale 2025 können auch in Windeck Projekte realisiert werden, die bisher unfinanzierbar schienen. So hat DIE LINKE bereits vor vier Jahren auf die Notwendigkeit eines Konzeptes zur Dorfentwicklung, z.B. in Leuscheid, hingewiesen. Für die Regionale liegt der linke Vorschlag eines Kommunalparks vor, der Arbeitsplätze schaffen, der Bevölkerung zur Verfügung stünde, den Tourismus stärken und sich langfristig selber finanzieren könnte.«

DIE LINKE hofft auf ein starkes Ergebnis, um ein Zeichen für soziale Themen zu setzen. Die künftige Bürgermeisterin zeigt sich motiviert: »Ich hoffe auf einen fairen und spannenden Wahlkampf, wir jedenfalls bieten den Windecker Bürger*innen eine andere Politik: Für die Bürger, mit den Bürgern.« Provokant fragt sie: »Warum nicht mal links wählen?« Ja, warum eigentlich nicht? (br)

 


Wahlprogramm der Bürgermeisterkandidatin Inge Mohr-Simeonidis (DIE LINKE)
zur Bürgermeisterwahl am 18.11.2018 in Windeck

J. Esser u. Ingeborg Mohr-Simeonidis
J. Esser u. Ingeborg Mohr-Simeonidis

Windeck ist das Armenhaus des Rhein-Sieg-Kreises. Das lässt sich an vielen Indikatoren ablesen. Sei es der Schuldenatlas, die Arbeitslosenquote oder die Immobilienpreise, stets belegt Windeck einen der letzten Plätze. Vieles davon ist der Lage in einer strukturschwachen Umgebung geschuldet. Doch damit lässt sich nicht alles erklären. Auch die Kommunalpolitik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht mit Ruhm bekleckert. Das möchten wir besser machen. Die soziale Ungleichheit muss auf allen politischen Ebenen bekämpft werden. Einfach wird das jedoch nicht. Denn schließlich fehlen finanzielle Mittel an allen Ecken und Enden.

Darum stehen die folgenden Vorhaben ganz oben auf meiner Agenda:
  • Bildung darf nichts kosten: Wir müssen einen Weg finden, Schulspeisungen einer guten Qualität bereitzustellen, ohne dass die Eltern dafür belastet werden.
  • Kitagebühren müssen langfristig abgeschafft werden, kurzfristig gilt es, diese so niedrig wie möglich anzusetzen.
  • Zur Gegenfinanzierung soll eine Stelle geschaffen werden, deren Aufgabe darin besteht, Mittel aus Förderprogrammen der EU, der Bundesrepublik und des Landes NRW zu generieren. Weit mehr als 40.000 Förderprogramme stehen zur Auswahl. Gegebenenfalls kann diese Stelle zusammen mit Nachbarkommunen oder dem Kreis geschafft werden.
  • DIE LINKE stand schon immer für Stromnetze in kommunaler Hand. Nachdem die örtliche Politik jahrelang den gegenteiligen Weg verfolgte, scheint hier nun Vernunft eingekehrt zu sein. Derzeit sind wir dafür auf einen strategischen Partner angewiesen. Ziel muss es jedoch sein, die Stromnetze in Zukunft komplett in den Besitz der Gemeinde Windeck zu bringen.
  • Als Gemeinde allein nicht zu machen, aber dennoch als Ziel zu benennen ist die Verkehrswende. Wir brauchen einen fahrscheinfreien ÖPNV, der natürlich auch in einer entsprechenden Taktung gefahren werden muss. Um hier einen Einstieg zu finden, kann ich mir vorstellen, dies in einem ersten Schritt zunächst auf einige Gruppen anzuwenden, etwa auf unter 18-Jährige und über 63-Jährige. Dies würde auch die Eltern der Schüler*innen finanziell entlasten.
  • Die Laurentiusstraße möchte ich nicht ausbauen lassen. Sollte sich dies angesichts der Rechtslage aber nicht verhindern lassen, so werde ich versuchen, dies so lange hinauszuzögern, bis auch in NRW die Möglichkeit besteht, Anliegerbeiträge solidarisch auf die gesamte Kommune umzulegen.
  • Wir brauchen eine Infrastukturoffensive. Dazu gehört nicht nur schnelles Internet, welches uns seit Jahren versprochen wird und nun bis 2019 verwirklicht werden soll. Dazu gehört auch die (Wieder-)Eröffnung von Dorfläden, eine gesicherte ärztliche Nahversorgung, ein attraktiver ÖPNV. Für alle diese Punkte hat DIE LINKE schon vor Jahren Konzepte vorgestellt und deren Umsetzung in Kreistag und Gemeinderat beantragt. Leider sind unsere Anträge i.d.R. abgelehnt oder vertagt worden. Wenn CDU, SPD, FDP und Grüne jetzt einzelne Punkte unserer Anträge ins Gespräch bringen, halte ich dies für reine Lippenbekenntnisse.
  • Der Ausbau der Siegtalstrecke wird von mir befürwortet, wenn dabei der Schallschutz inklusive Flüsterreifen und der Umbau aller Kreuzungen zu zweispurigen Unterführungen Berücksichtigung findet.
  • Die Fahrradbrücke in Windeck-Dreisel wird schon seit Jahren von der LINKEN mitgetragen. Wichtig ist, dass sie unter Berücksichtigung des Naturschutzes gebaut wird.
  • Die Parkplatzsituation an den Bahnhöfen muss endlich verbessert werden. Allen Pendlern muss kostenfreies Parken möglich sein; das ist auch ein Gebot des Umweltschutzes.
  • Als Bügermeisterin werde ich in den einzelnen Ortsteilen Windecks regelmäßige Bürgersprechstunden abhalten.