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Ruppichterother Gebührenmonster erschwert Integration

Eine schäbige Rechnung: 20,57 € pro qm sollen Obdachlose und Flüchtlinge jeden Monat zahlen, wenn sie in den Unterkünften der Gemeinde untergebracht werden. So steht es in der Benutzungs- und Gebührensatzung für Unterkünfte für Flüchtlinge und Obdachlose der Gemeinde Ruppichteroth, die am 05.04.2017 im Hauptausschuss, gegen die Stimme der LINKEN, beschlossen wurde und die am 25.04.2017 im Rat der Gemeinde Ruppichteroth endgültig bestätigt werden soll.

Läuft das Asylverfahren noch, wird nicht berechnet, nach Anerkennung gilt: Ist der/die Betroffene Jobcenter-Kunde, soll dieser den Betrag übernehmen. 89 der 211 in den Unterkünften der Gemeinde Ruppichteroth lebenden Flüchtlinge sind davon betroffen. Wer von ihnen Arbeit findet, hat die festgelegten Gebühren aber selbst zu bezahlen.

Dazu Frank Kemper, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Rat der Gemeinde Ruppichteroth: „Die ortsübliche Miete liegt zwischen 5,-  und 6,- € pro qm. Selbst wenn wir den für Nebenkosten vorgesehenen Betrag abziehen, verlangt die Gemeinde mit 13,80 € / qm immer noch mehr als das doppelte dieses Betrages. Fragwürdige Berechnungsgrundlagen führen zu diesen immensen Kostenforderungen. Mit den horrenden Summen wird ein Gebührenmonster geschaffen und Integration aktiv erschwert. Eine ebenso hohe Summe hätte zukünftig eine Familie zu zahlen, die beispielsweise nach einem Wohnungsbrand kurzfristig von der Gemeinde untergebracht werden muss. Einem solchen unsozialem Ansinnen wird DIE LINKE niemals zustimmen.“

Sitzungsvorlage zur Hauptausschuss-Sitzung am 05.04.2017