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Sorge wegen Ethylenoxidproduktion in Niederkassel

Pläne der PCC SE, auf dem Gelände der Evonik in Niederkassel Lülsdorf eine Ethylenoxidproduktion anzusiedeln, verursachen große Sorgen bei Anliegern. Daraus entstand die Bürgerinitiative gegen Ethylenoxid e. V. Diese stellte ihr Anliegen nun dem Bundestagsabgeordneten Dr. Alexander S. Neu, sowie dem Landratskandidaten von DIE LINKE für den Rhein-Sieg, Michael Otter, vor.

Oliver Wegner, Schriftführer der Bürgerinitiative, berichtete von Ethylenoxid-Produktionsstätten an verschiedenen Standorten, bei denen sich in der Vergangenheit zahlreiche schwere Industrieunglücke ereignet haben: „Wir haben bei verschiedenen Parteien angefragt, ob wir uns und unsere Bedenken bezüglich einer möglichen Ansiedlung einer Ethylenoxidproduktion in Niederkassel vorstellen dürfen. Wir freuen uns, hier Gehör zu finden. Die vorhandene Ethylenoxidproduktion in Europa ist in den letzten Jahrzehnten immer wieder durch Unfälle, teilweise mit tödlichem Ausgang, aufgefallen. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko, durch Ethylenoxid-Emissionen an Krebs zu erkranken. Die Natur wird erheblich belastet, das Landschaftsbild durch zwei 58 m hohe Türme negativ verändert und dazu kommt auch noch ein negativer Einfluss auf das Klima durch einen jährlichen Ausstoß von 9.000 Tonnen CO2. Das sind aus unserer Sicht genügend Gründe, um die Ansiedlung in einem dicht besiedelten Gebiet abzulehnen.“

Dr. Alexander S. Neu, MdB: „Die Sorgen der Anwohner sind ernst zu nehmen. Angesichts der spezifischen Problemstellung werde ich mich nun mit den entsprechen Fachleuten in Verbindung setzen, um mich sachkundig zu machen. Schließend rege ich in meiner Partei an, eine kurzfristige Positionierung zu erarbeiten. Klar ist für DIE LINKE jedoch schon im Vorfeld: Menschen gehen vor Profite. Dankbar bin ich der Bürgerinitiative dafür, dass sie mich aus erster Hand mit den vorliegenden tiefgehenden Informationen versorgt haben.“

Michael Otter, der als Landratskandidat von DIE LINKE. Rhein-Sieg am Gespräch teilnahm, ergänzte: „Die anstehenden Kommunalwahlen verlocken Parteien dazu, einer Positionierung auszuweichen, um sowohl Befürworter als auch Gegner der Ansiedlung der Produktionsflächen als potentielle Wähler*innen nicht zu vergraulen. Das ist aber unredlich. Es kann von jeder Partei erwartet werden, vor der Wahl Farbe zu bekennen. Zwar klären wir noch Fragen zum Sachverhalt, aber wir sehen die Ängste der Anwohner und werden uns für sie einsetzen.


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