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Rhein-Sieg-Kreis erschwert dringend notwendige Kastrationen von Freigänger-Katzen

Bereits im Sommer 2017 wurde vom Kreistag die Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen beschlossen, wodurch die unkontrollierte Vermehrung der Katzenpopulation eingedämmt werden sollte. Grund hierfür: Nach Schätzung von Tierschutzvereinen streifen inzwischen rund 10.000 verwilderte Katzen durch das Kreisgebiet – Tendenz steigend. Diese dezimieren den ohnehin rückläufigen Bestand heimischer Singvögel. Daneben führt die steigende Zahl streunender Katzen auch vermehrt zu Krankheiten.

Auf den Webseiten des Rhein-Sieg-Kreises sucht man vergeblich nach der Verordnung. Hierdurch wissen die meisten Halter von Katzen überhaupt nicht, dass sie ihre Freigänger-Katzen kastrieren lassen müssen.

Die Initiatorin der Katzenschutzverordnung, Anja Moersch (Piraten), hierzu: „So wird die Effektivität der Verordnung durch die mangelnde Auffindbarkeit stark beeinträchtigt. Dieser Fall steht aus meiner Sicht stellvertretend für eine insgesamt unzureichende Informationspolitik des Kreises zu geltenden Verordnungen.“

Michael Lehmann (DIE LINKE) ergänzt: „Uns ist bewusst, dass der Kreis seinen Internetauftritt gerade neu überarbeitet. Da die Katzenschutzverordnung jedoch nun schon ein dreiviertel Jahr nicht auf der Webseite des Kreises auffindbar war, gilt es nun, diese als Erstes unverzüglich an prominenter Stelle zu präsentieren.“

Aus diesem Grund hat die Gruppe FUW-PIRATEN mit Unterstützung der Fraktion DIE LINKE im Kreistag den Antrag gestellt, die Katzenschutzverordnung umgehend auffindbar und transparent zugänglich zu machen, damit Tierschutz im Kreis nicht nur beschlossen, sondern auch gelebt wird.