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Hausgemachte Überlastung des Kreisgesundheitsamtes

Während das Kreisgesundheitsamt Überlastung meldete, verzichtete die Kreisverwaltung darauf, die von den Kommunen des Kreises zur Verfügung gestellten Mitarbeiterinnen auszubilden und einzusetzen.

Als die Landesregierung vor einigen Monaten vom Kreis forderte, 150 MitarbeiterInnen zur Kontaktverfolgung bereit zu stellen, teilte Landrat Schuster mit, das könne der Rhein-Sieg-Kreis nicht leisten. Anschließend hatten sich aber die 19 Kommunen des Kreises bereit erklärt, 120 MitarbeiterInnen zur Unterstützung des Gesundheitsamtes abzustellen. Diese sollten für ihre Aufgaben ausgebildet werden. Das ist aber bis heute nicht geschehen. Gleichzeitig wird aus dem Kreisgesundheitsamt von massiver Überlastung berichtet.

Michael Otter, Vorsitzender der Kreistagsfraktion DIE LINKE und Landratskandidat kann es kaum glauben: „Die Überlastung des Kreisgesundheitsamtes ist hausgemacht. Es ist unglaublich, dass die Verwaltung unter Landrat Schuster die Zeit bis zum Ende der Sommerferien nicht genutzt hat, um das Gesundheitsamt durch die Ausbildung auf die Reiserückkehrer vorzubereiten. Es war doch selbst für Laien absehbar, dass hier besondere Herausforderungen auf uns zukommen. Offenbar hat erst die Überforderung des Landrates dazu geführt, dass es zu einer derartigen Überlastung des Kreisgesundheitsamtes gekommen ist.
Während der Landrat den Karneval so früh wie möglich verbieten lassen will, hat er die Vorbereitungen auf die zweite Welle und die Reiserückkehrer verschlafen.“