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Gesundheit ist keine Ware!

Kinderklinik Sankt Augustin
Kinderklinik Sankt Augustin

"Perverses Gesundheitssystem" – mit diesen Worten fasst der Bundestagsabgeordnete Alexander S. Neu aus den Rhein-Sieg-Kreis die beabsichtigte Schließung der Kinderklinik Sankt Augustin zusammen. "Es ist unfassbar, noch 2010 hat sich der Asklepios-Konzern aus der Staatskasse einen Zuschuss gewähren lassen, um die Geburtsklinik auf den Weg zu bringen. 2016 wurde diese geschlossen. Nun soll die Kinderklinik komplett geschlossen werden und auch dafür sollen Zuschüsse fließen, zumindest wenn es nach dem Wunsch des Konzerns geht. Wenn Zuschüsse für die Schließung von Krankenhäusern auch nur diskutiert werden, wohlgemerkt für Krankenhäuser, die unbestritten für die Gesundheitsversorgung gebraucht werden, zeigt das die Perversität unseres Gesundheitssystems auf.

Dies krankt an vielen Stellen: Da sind die unsäglichen Fallpauschalen, für die die Bundespolitik verantwortlich ist. Auf Landesebene ist es der Krankenhausbedarfsplan, der die politisch gewollte Vernichtung von Krankenhausbetten verlangt. Und auf Kreisebene ist es das Wegducken der Mehrheitsparteien, die außer Lippenbekenntnisse keinen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung leisten.

Auf allen diesen Ebenen ist Widerstand notwendig! DIE LINKE leistet ihn, ist aber alleine nicht in der Lage diese verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen.

Gesundheit ist keine Ware für Profit!

Darüber hinaus zeigt dieser Fall einmal mehr, dass die Gesundheitsversorgung nicht in die Hände privater Geschäftemacher gehört!

Jetzt ist es notwendig, dass der Kreis sich in Abstimmung mit dem Land NRW einschaltet. Das Kinderkrankenhaus gehört in öffentliche Hände! Um den Fortbestand langfristig zu sichern, ist es darüber hinaus notwendig, mit der Uniklinik Bonn eine Kooperation zu vereinbaren. Eine Schließung hinzunehmen, wäre verantwortungslos! Darum fordere ich die Verantwortlichen in allen demokratischen Parteien auf, sich unserer Forderung nach einer Übernahme durch den Kreis nicht weiter zu verschließen."