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DIE LINKE wählt Kreistagskandidaten

Foto: Heinrich Hatz
Die Reserveliste

Am Freitag, dem 05.06.2020, kam DIE LINKE. Rhein-Sieg in Meys Fabrik in Hennef zusammen, um ihre Kandidaten für die Kreistagswahl am 13.09.2020 aufzustellen.

Die gut besuchte Veranstaltung fand selbstverständlich unter Beachtung aller Schutzmaßnahmen im Zuge der aktuellen Coronapandemie statt. Zeitweilig wurde befürchtet, dass die Veranstaltung wegen zu großen Andrangs abgebrochen werden müsste. Zu guter Letzt ließ die Zahl der Teilnehmer*innen die Durchführung der Veranstaltung aber gerade noch zu. In diesem Zusammenhang übt DIE LINKE jedoch deutliche Kritik an der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises. Auf eine Anfrage nach Räumlichkeiten zur Durchführung der Aufstellungsversammlung bot der Landrat die Kantine des Kreishauses für 865 € an. Ein Preis, der nicht für jede Partei problemlos stemmbar sein dürfte!

DIE LINKE sieht darin ein Problem, weil zu einer Wahl auch gehört, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen.

Nach einem Grußwort des Bundestagsabgeordneten Dr. Alexander S. Neu aus dem Rhein-Sieg-Kreis ging es dann sogleich in die Wahl der Kandidat*innen.

Als Landratskandidat wurde Michel Otter gewählt.

In der Versammlung wurden Direktkandidat*innen für alle 35 Wahlbezirke des Kreises aufgestellt. Die Reserveliste umfasst 19 Kandidat*innen. Die ersten 6 Kandidat*innen stellen wir Ihnen hier vor:


1. Frank Kemper
Der 52-jährige Ruppichterother ist ein begeisterter Kommunalpoltiker. Er sitzt seit 2014 für DIE LINKE im Kreistag und seit 2009 im Rat der Gemeinde Ruppichteroth. „Dass DIE LINKE im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises gebraucht wird, kann heute niemand mehr ernsthaft bestreiten. Ohne DIE LINKE würden immer noch Kinder nach Kirgisien verschickt, hätte eine Diskussion über die mangelhafte Arbeit des Gesundheitsamt nicht stattgefunden und gäbe es auch bis heute keine Bürgersprechstunde.

Die nächste Legislaturperiode wird von der massiven Wirtschaftksrise in Folge der Pandemie geprägt sein. Hier muss DIE LINKE Garant dafür sein, dass nicht wieder bei den Ärmsten gespart wird. Wir wollen, dass der Kreis seiner sozialen Verantwortung gerecht wird. Ein weiteres Ziel ist es, die Daseinsvorsorge zu stärken. Wenn wir eines aus der Krise lernen können, ist es doch, dass es verantwortungslos war, Gesundheitseinrichtungen profitorientiert geführten Unternehmen zu überlassen. DIE LINKE wird alles daran setzen, diese Fehlentwicklung umzukehren“, so der Spitzenkandidat Frank Kemper.

2. Stefanie Kemper
Stefanie Kemper hat als Specherin des Kreisverbandes und als Mitarbeiterin der Kreistagsfraktion intensive Erfahrungen rund um die Arbeit im Kreistag sammeln können. Sie ist als Ehefrau von Frank Kemper ebenfalls aus Ruppichteroth und 51 Jahre jung. Sie sagt: „Wenn Dir Kinder am Infostand Fischbrötchen statt Luftballons und Seifenblasen aus der Hand reißen, läuft einiges schief bei uns. Armut bekämpfen, denn nur das führt zu sozialer Gerechtigkeit.“

3. Katharina Blank
Das Team verjüngen will Katharina Blank aus Bornheim. Die 31-Jährige wäre ganz neu im Kreistag, wo sie sich besonders um den öffentlichen Personennahverkehr kümmern möchte.

4. Michael Otter
Der 53-jährige Michael Otter sitzt seit 2009 im Kreistag und im Siegburger Stadtrat, wo er sich für die Entwicklung des Kreises und der Stadt einsetzt.

5. Andrea Derbitz
Die 55-jährige Windeckerin tritt als Newcomerin für den Kreistag an. Ihre politischen Schwerpunkte liegen in der Frauenpolitik, Ökologie, Bildungs- und Jugendarbeit sowie digitalen Datensicherheit.

6. Andreas Danne
Der 58-jährige Königswinterer ist Geschäftsführer der Kreistagsfraktion DIE LINKE im Rhein-Sieg-Kreis und seit 10 Jahren als Ratsmitglied für DIE LINKE im Stadtrat von Königswinter aktiv. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Sein größtes Hobby neben der Politik ist seine Fan-Leidenschaft für die Telekom Baskets Bonn.


Einig waren sich die Anwesenden über das Ziel, den Wahlerfolg von 2014, als DIE LINKE. Rhein-Sieg zum ersten Mal in Fraktionsstärke in den Kreistag einzog, auszubauen. 5% sollten erreichbar sein, sind sich die Teilnehmer*innen sicher.

„Der Landrat wird von den Menschen im gesamten Rhein-Sieg-Kreis direkt gewählt. Wenn er sich bei wichtigen Entscheidungen, wie der drohenden Schließung der Kinderklinik St. Augustin, hinter der formalen Unzuständigkeit versteckt, wird er dieser Rolle nicht gerecht. Als Landrat werde ich mich für die Bürgerinnen und Bürger einsetzen, um sicherzustellen, dass der Rhein-Sieg-Kreis lebenswert bleibt und zukünftig ein deutlich stärkeres Gewicht auf die Daseinsvorsorge für die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis legt“, ergänzt Michael Otter, der auf Listenplatz 4 und als Landratskandidat antritt.

Rolf Conlé, langjähriger Sprecher des Kreisverbandes, verabschiedete sich mit dieser Sitzung von seinem Kreisverband. Aus persönlichen Gründen wird er sich aus der Politik zurückziehen und bei der im Herbst anstehenden Vorstandswahl nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Kreisverband schuldet ihm großen Dank für die geleistete Arbeit und für seine ausgleichende Art.