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DIE LINKE begrüßt die Ankündigung der Fa. Willms, zukünftig auf Werkverträge zu verzichten

Alexander S. Neu
Alexander S. Neu

Die Firma Willms Fleisch hat angekündigt, zukünftig auf Werkverträge zu verzichten. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Ruppichteroth und Standorten in Bochum, Weißwasser und Loxstedt gehört zu den Top Ten seiner Branche.

Der Mucher Bundestagsabgeordnete Dr. Alexander S. Neu der LINKEN erinnert sich: „Schon seit Jahren haben wir immer wieder auf die Verhältnisse aufmerksam gemacht und gefordert, dass hier Abhilfe geschaffen wird. Mehrfach war ich vor Ort. Dass die Firma Willms nun auf Werkverträge verzichten will, zeigt natürlich nicht, wie behauptet, dass die Firma nun ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden will. Umgekehrt stellt sich vielmehr die Frage, warum Willms dieser gesellschaftlichen Verantwortung nicht von Anfang an gerecht werden wollte? Die Antwort liegt auf der Hand: Willms reagiert lediglich auf den politischen Druck aus Berlin und auf die mediale Berichterstattung. Schließlich ist ein Verbot der Werkverträge, wie sie dort angewendet werden, ja in Vorbereitung. Dieser Sinneswandlung der Firma Willms ist also kein biblisches Phänomen der Wandlung vom ,Saulus zum Paulus‘.“

Frank Kemper, Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE im Rat Ruppichteroth und Spitzenkandidat für DIE LINKE bei der anstehenden Kreistagswahl ergänzt: „Obwohl wir schon 2013 zeigen konnten, dass bis zu 34 Namen an einer Wohnung deutlich darauf hinweisen, dass die Wohnverhältnisse unwürdig sind, kam es bis vor wenigen Wochen zu keinerlei Kontrollen der Behörden. Inzwischen wurde eine Wohnung kontrolliert. Wenn das Unternehmen behauptet, es gäbe regelmäßige Kontrollen der Wohnungen, dann mögen diese durch eigene Sub-Sub-Sub-Unternehmer, oder durch wen auch immer, durchgeführt worden sein, nicht aber durch Behörden.

Selbstverständlich aber freuen wir uns, wenn sich jetzt etwas ändert. Da werden wir auch gerne helfen. Wir gehen davon aus, dass den bisherigen Arbeitskräften angeboten wird, in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu wechseln. In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass sich viele der Betroffenen hier eigenen Wohnraum suchen. Wir sollten uns als Gemeinde schnellstens darauf vorbereiten, damit dieser auch zur Verfügung steht. Eine entsprechende Anregung werden wir heute Abend in der Ratssitzung an die Verwaltung formulieren.“