„Mal wieder marschieren die Rechten – und was ist mit unseren Rechten?“ stand auf einem Flyer, der während der Proteste gegen den Aufmarsch verteilt wurden. Denn in Köln Kalk galten am Samstag demokratische Rechte nur für die Rechten.
Am 28-02-12 Köln- Kalk war besetzt mit 2.000 Polizeibeamten (!!)so dass die 91 Tarnkappen-Faschisten von "ProKöln" bis zum Autonome Zentrum marschieren konnten. Obwohl niemand die Rassisten in Kalk sehen will, konnte die Polizei das „Demonstrationsrecht“ Pro Kölns, die seit jeher enge Verbindungen zur militanten Nazi-Szene haben, diesmal leider durchsetzen. Mit Drängelgittern, Räumpanzern und Wasserwerfern wurde das Gebiet um die Kalker Hauptstraße abgesperrt.
Dass einen Tag nach dem Gedenktag an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz der braune Sumpf in Köln marschieren dürfte , ist eine Demütigung für die Opfer des Nazi Faschismus und eine Provokation aller demokratisch gesinnten Menschen in Deutschland. Hier ist tatsächlich die Genehmigung der Skandal !
Das massive Vorgehen der Kölner Polizei beim Hassmarsch der rechtsextremen Gruppe pro Köln gegen das autonome Zentrum fiel völlig aus dem Rahmen
In nie zuvor da gewesener Weise sperrte ein massives Polizeiaufgebot von 2.000 Beamten ein ganzes Stadtviertel ab, um jegliche Gegenproteste und besonders Blockaden der Demostrecke zu unterbinden und „Pro Köln“ ungehindert marschieren zu lassen.
Das Demonstrationsrecht der Antifaschisten, ja selbst das Recht der Kalker AnwohnerInnen auf Bewegungsfreiheit, wurde durch das militärische Agieren der Polizei ausgehebelt .
Für 91 Rechtsextreme beschädigte die Kölner Polizei die Freizügigkeit von Anwohnerinnen und Anwohnern, und der Gegendemonstranten. Mehrere Anwohnerinnen und Anwohner wurden unter „Hausarrest“ gestellt und ihnen untersagt, die an der Kalker Hauptstr. gelegenen Wohnungen zu verlassen. AnwohnerInnen mussten Ausweiskontrollen und Gepäckdurchsuchungen über sich ergehen lassen. Busse wurden umgeleitet, die beiden U-Bahn-Stationen im Viertel nicht angefahren. Für Anwohner, unter ihnen auch Mütter mit Kindern, war es teilweise nicht möglich, wichtige Geschäfte, wie z.B. eine Apotheke, zu erreichen!
Ein Filmbericht des ksta.tv berichtet, dass Journalisten 40 Minuten(!) warten mussten, um die Kalker Hauptstr. zu betreten!!
Trotzdem schafften es einige AktivistInnen, auf die rechte Demoroute zu gelangen und Blockaden zu organisieren, die die Polizei aber schnell mithilfe von Schlagstöcken und Pfefferspray auflöste.
Über 900 Menschen haben sich trotz aller Hindernisse an den Protesten entlang des Aufmarschweges beteiligt. Die Mitglieder der Basisgruppe "Linksjugend Solid-Rhein-Sieg "waren dabei!
Polizeipräsident Albers (SPD) war im Vorfeld auf die Ankündigung von pro Köln, nur noch einmal in Kalk aufzumarschieren, eingegangen und sprach davon, dass man die Rassist/innen ignorieren müsse.
Die Nazis schaden dem guten Ruf von Deutschland und der Stadt Köln, schade dass einige Leute es nicht verstehen(oder nicht verstehen wollen??).
Gerade erst ist aufgedeckt worden, dass der sogenannte Verfassungsschutz jahrelang Naziterroristen gedeckt und finanziert hat. Und jetzt kommt von Seiten der Polizei aus der Vorschlag, Rechtsradikale zu ignorieren?
Erst letzte Woche beschmierten zwei rechtsradikale Frauen eine Gedenktafel für jüdische Holocaustopfer in der Nähe des Neumarkts mit einem Hakenkreuz. Trotz Kameraaufnahmen wurden die Täterinnen bis jetzt nicht gefunden.
Laufen lassen und wegschauen hat definitiv noch nie gegen Nazis und Rassisten geholfen. Im Gegenteil: Je ungehinderter sie ihre Hetze und Propaganda verbreiten dürfen, um so mehr werden sie gestärkt.
Bestes Beispiel dafür ist die Stadt Dresden. Jahrelang schauten die Bürgerinnen und Bürger lieber weg, wenn im Februar wieder einmal die Nazis marschierten. Bis der Naziaufmarsch zum größten Europas wurde. Erst durch breiten und entschlossenen antifaschistischen Widerstand konnte den Nazis der Spaß an ihrem wichtigsten Event versaut werden
Wenn Rassisten-Demos erst mal zur Normalität geworden sind, werden auch gewalttätige Übergriffe auf MigrantInnen und Linke zunehmen! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Ob Köln, Rhein-Sieg Kreis,Dresden und überall: Keinen Fußbreit den Faschisten!